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Neuer
Virenschutz bei Swiss Re:
Mehrstufiger Schutz vor Viren und Co.
Quelle: Computerworld,
Nr. 10/2007, 9. März 2007
Autor: Volker Richert, Computerworld
Um ihre Fehlerquote
bei den Virenfiltern drastisch zu reduzieren,
hat die Rückversicherung Swiss Re einen
mehrstufigen Virenschutz mit diversen Anti-Viren-Engines
implementiert.
Die
Überprüfung des Http-, Smtp- und
Ftp-Datenverkehrs auf blinde Passagiere
respektive schädlichen Code nimmt heute
eine zentrale Rolle bei der Sicherung der
IT in Grossunternehmen ein. Werden, wie
bei dem Finanzdienstleister und Rückversicherer
Swiss Re, alle Geschäftsprozesse in
der IT abgebildet, ist die Absicherung der
IT-Systeme oberstes Gebot. Der Datenaustausch
muss vor Datenspionen und Saboteuren geschützt
werden, die virtuelle Schädlinge bis
hinein in die verschiedenen Applikationen
verstecken.
Garantiert sicher
Da
die 1863 gegründete Swiss Re zu den
Pionieren beim Absichern aussergewöhnlich
hoher
Risiken gilt, war für sie die Reduktion
dieser Gefährdungslage ihrer IT-Umgebung
unumgänglich. Denn mittlerweile versichert
das Schweizer Unternehmen in über 30
Ländern Schäden – von Naturkatastrophen
wie Wirbelstürmen oder Flutwellen bis
hin zu anderen Grossschäden. Dazu ist
die Sicherheit des eigenen Hauses und vor
allen Dingen der internen IT-Systeme ein
wesentlicher Baustein, um die Seriosität
der eigenen Kernkompetenz von Swiss Re zu
garantieren. Deswegen entschloss sich Swiss
Re Anfang 2006, sich effektiver als bisher
vor der digitalen Malware-Welle zu schützen.
Unbefriedigende Ausgangslage
Die
bis dahin bei dem Rückversicherer im
Einsatz stehenden Einzellösungen für
die Viren und
URL-Filterung litten an einer Fehlerquote,
die Swiss Re nicht mehr akzeptieren konnte.
Laut Christian Bai, Senior System Engineer
bei Swiss Re, erforderte der Betrieb und
die Pflege der damaligen Content-Security
einen zu hohen zeitlichen Aufwand.
«Die
Reportingfunktionen der Tools waren zu rudimentär.
So war es nicht möglich, auf einem
zentralen Interface die Vorgänge in
allen Teilbereichen effizient zu beobachten»,
erläutert Bai. Störend sei überdies
die mangelnde Flexibilität der Inhaltefilter
gewesen, welche feingranulare Filterregeln
nicht zuliessen.Dass Swiss Re daneben einen
starken Zugang an Usern verzeichnete, machte
die Situation nicht einfacher. «Die
alte Plattform war den Anforderungen schlicht
nicht mehr gewachsen », erinnert sich
Bai.
Hohe Ansprüche
Um das für eine Versicherung nötige,
sehr hohe Sicherheitsniveau auch in der
eigenen IT zu
garantieren, definierte Swiss Re daher detaillierte
Kriterien, welche das neue Schutzsystem
unbedingt erfüllen musste.
So
wurde laut Bai beispielsweise besonderer
Wert auf einen SSL-Scanner gelegt, weil
ohne ein derartiges Tool, mit dem das Https-Protokoll
gelesen und auf Schädlinge geprüft
werden kann, Hackern eine beträchtliche
Schleuse offen gelassen worden wäre.
Als weiteres Schlüsselkriterium führt
Bai das Angebot verschiedener Anti-Viren-Engines
an, die sich gleichzeitig betreiben lassen:
«Mit einem mehrstufigen Virenschutz
erhöhen wir die Chance um ein Vielfaches,
bei Entdeckung einer Schwachstelle oder
eines Schad-Codes möglichst schnell
einen Signaturen-Update für unsere
Systeme zu bekommen», erläutert
Bai. «Natürlich will jeder Anti-Viren-Hersteller
als erster jede neue Schwachstelle entdecken.
Der Realität entspricht dieses Wunschdenken
aber nicht. Darum hilft uns ein vom Anbieter
diversifizierter Virenschutz bei der Verkürzung
der Reaktionszeiten am besten».
Als
dritten Punkt verweist Bai auf die Kosten.
«Die neuen Geräte senken den
bisherigen Betriebsaufwand deutlich»,
erklärt er. Wichtig sei hierbei gewesen,
den Technikern ein zentrales, möglichst
bedienerfreundliches Management-Interface
anzubieten, mit dem sich der Webverkehr
übersichtlich konfigurieren lässt.
Ausbaubare Lösung
Am Ende der Evaluation entschied sich Swiss
Re für die Webwasher Secure Content
Management Suite von Secure Computing. «Diese
Appliance erfüllte zum Zeitpunkt der
Entscheidungsfindung all unsere Erwartungen
am besten», erläutert Bai. «Das
Gerät bietet die gesuchte Flexibilität,
weil man damit für den Webverkehr äusserst
feine Regeln definieren kann», konkretisiert
er. «Zudem können mit dieser
Appliance mehrere Anti-Viren-Engines integriert
und in Serie geschaltet werden. Zu guter
Letzt hat uns die äusserst intuitive
Bedienbarkeit des Interfaces überzeugt
», resümiert Bai.

Abb. 1: Christian
Bai, Senior System Engineer bei Swiss Re,
hat mit Testinstallationen zu dem Werkzeug
gefunden, das den aktuell sichersten Datenverkehr
liefert.
Auch
die Filterung des Https-Traffics, die den
Technikern sehr am Herzen lag, wurde mit
dem Gerät erfüllt: «Secure-Computing
war mit der Webwasher-Technik Vorreiter
in diesem Bereich und integriert den Scanner
als einzige Anbieterin in eine Kompaktlösung»,
hat Bai ermittelt.
Ausserdem
lasse sich der SSL-Scanner von Webwasher
wesentlich einfacher managen als die geprüften
Alternativen, führt er weiter aus.
Dabei überzeugte insbesondere das Handling
der Zertifikate die Verantwortlichen bei
Swiss Re.
Swiss
Re hat denn auch die Lizenzschlüssel
für die URL-Filter der Webwasher-Suites
gekauft. Damit kann der Rückversicherer
sowohl kritische Webseiten mit rechtsradikalen
oder pornografischen Inhalten blockieren
als auch riskante Formate wie Active-X,
Java Applets, File-Sharing oder Instant
Messaging aus dem Firmennetz verbannen.
Stufenweise Umsetzung
Zunächst
wurde eine PilotInstallation von zwei Webwasher-1000-Appliances
und zwei Proxy-Servern im Zürcher Rechenzentrum
aufgegleist. Über diese lief dann der
Datenverkehr ausgewählter User. Die
Umsetzung übernahm die System-Integratorin
Infotrust aus dem Zürcherischen Au.
Die Ergebnisse dieser ausführlichen
Tests waren so positiv, dass der Rückversicherer
im Mai 2006 in Produktion ging, die Infrastruktur
auf sechs Webwasher-Appliances ausweitete
und die Installation für den regulären
Betrieb und rund 5000 Anwender frei schaltete.

Abb. 2: Nicht
einfach aus dem Ärmel geschüttelt:
Christian Bai ging bei der Implementierung
des mehrstufigen Virenschutzes logisch und
stufenweise vor.
Bai
dokumentiert seine Zufriedenheit mit der
Lösung durch Fakten: Seit Ende Dezember
2006 sei die Content-Sicherheitslösung
auch global in den ausländischen Tochtergesellschaften
in den USA und Asien installiert worden.
Auf diese Weise, so Bai, profitieren heute
mehr als 10000 Mitarbeiter.
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