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Effizienz dank Managed Security Services

Quelle: Schutz und Sicherheit, Tages-Anzeiger vom 20. Dezember 2007
Autor: Tom Hager, CEO, InfoTrust

Der umfassende Schutz von produktiven IT-Systemen stellt für Unternehmen heute eine grosse Herausforderung dar. Auch die Anforderungen an die internen IT-Mitarbeiter sind gestiegen. Dank Managed Security Services erhöhen Unternehmen die Effizienz und optimieren den Aufbau und den Betrieb ihrer Sicherheits-Infrastruktur.

Die Anforderungen an den Schutz von produktiven IT-Systemen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Zeiten, in der ein Unternehmen durch den Einsatz von Firewall- und Virenschutz-Lösungen relativ gut geschützt war, gehören definitiv der Vergangenheit an. Die immer grössere Anzahl Schwachstellen in den IT-Komponenten trägt zur rasanten Verbreitung verschiedenster Arten von Angriffen bei. Gezieltes Patch Management kann diese Schwachstellen eliminieren. Dies setzt voraus, dass die Hersteller der entsprechenden Client- und Server-Software auch rechtzeitig die Patches zur Verfügung stellen oder dass mit entsprechenden Sicherheitslösungen die Problematik entschärft wird.

Auch die Know-how-Anforderungen an die IT-Sicherheitsmitarbeiter sind markant gestiegen. Neben fundiertem Wissen über Netzwerkmechanismen sind auch ein detailliertes Verständnis über die Funktionsweise der Applikationen und tiefe Betriebssystemkenntnisse erforderlich.

Ein erster Schritt zur Absicherung von sensitiven Unternehmensdaten ist die Implementierung einer Sicherheitslösung. Diese Sicherheitslösung muss wegen des dynamischen Umfelds kontinuierlich überprüft und angepasst werden. Für das seriöse Management der Sicherheitskomponenten fehlt im Unternehmen jedoch oft die Zeit oder das Know-how. Gerade der Aufbau und Erhalt von Know-how ist für ein Unternehmen jeder Grösse mit erheblichen Kosten verbunden.

IT-Sicherheit bringt einem Unternehmen keinen direkten Wettbewerbsvorteil, sondern nur einen beträchtlichen Schaden, wenn der IT-Grundschutz nicht gewährleistet ist. Bei den meisten Unternehmen zählt IT-Sicherheit nicht zum Kerngeschäft. Eine detaillierte Risikoanalyse definiert, wie viel in die IT-Sicherheit investiert werden soll und welche Präventionsmassnahmen mit welcher Prioritätsstufe zwingend sind. Die Ergebnisse der Analyse bilden zusammen mit der IT-Strategie die Grundlage zum IT-Sicherheitsstrategie-Entscheid „make or buy“.

Wichtige Aspekte beider IT-Sicherheitsstrategien

Beim Entscheid, die IT-Sicherheit selber zu implementieren und zu betreiben, müssen die Investitionen nicht nur für die technischen Massnahmen, sondern auch für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gesprochen werden. Die Möglichkeiten von Tests in Laborumgebungen sind jedoch oft mangelhaft. Die Überprüfung von Releases ist kostenintensiv und nur beschränkt möglich. Auf keinen Fall darf aber die Pflege der IT-Sicherheit zur gelegentlichen Zusatzaufgabe verkommen. Sie muss als definierter Prozess seriös wahrgenommen und umgesetzt werden. Nur dadurch kann das notwendige Sicherheitsniveau aufrechterhalten werden.

Der Entscheid, die IT-Sicherheit bei einem Managed Security Service Provider (MSSP) einzukaufen, bietet neben dem Kosteneinsparungspotential durch Skaleneffekte beim MSSP auch den Vorteil, dass die Kosten für den Betrieb und die Überwachung genau budgetierbar werden. Zudem werden Technologierisiken auf den MSSP transferiert. Die Konzentration auf das Kerngeschäft erhöht die Wirtschaftlichkeit sowohl des Unternehmens wie auch des MSSPs selbst. Die Sicherheitsexperten des MSSPs erkennen dank ihrer äusserst grossen Erfahrung frühzeitig Verhaltenstrends der Angreifer. Das dadurch entstehende Synergiepotential kommt den Unternehmen in Form von höherer Qualität und schnellerer Reaktion des Managed Security Services (MSS) zugute.

Die richtige Wahl des Managed Security Service Providers

Bei der Wahl des MSSPs spielt der Faktor Vertrauen eine zentrale Rolle. Vertrauen basiert auf Offenheit und Transparenz. Der MSSP muss in der Evaluationsphase aufzeigen können, wie er diese Transparenz sicherstellt. Es ist wichtig, in der Implementierungsphase die Zusammenarbeitsprozesse klar zu definieren. MSS müssen auch trotz ihrer hohen Standardisierung bei der Parametrisierung genügend flexibel sein, um den Bedürfnissen der zu schützenden Umgebung zu entsprechen. Die Ausgestaltung des MSS ist je nach Anbieter unterschiedlich. Die Angebote gehen von der Übernahme des Betriebs (Outsourcing Operational Tasks) bis hin zum Rückkauf von bestehender Hard- und Software-Komponenten. Die genaue Definition bietet die Servicebeschreibung mit dem dazugehörenden Service Level Agreement (SLA). Das SLA definiert im Detail die Leistungen des Services wie den Umfang der Aktivitäten, den Durchsatz, die Verfügbarkeit, die Reaktionszeit, die Service- und Supportzeiten, als auch den Eskalationsprozess und die Pennalen. Im SLA ist auch erwähnt, welche Leistungen explizit nicht enthalten sind und welche zusätzlichen Kosten bei Nutzung dieser Leistungen anfallen.

Voraussetzungen für die Zusammenarbeit

Die Systemverantwortung kann das Unternehmen mittels SLA dem MSSP übergeben. Das Risiko-Management und die Verantwortung aus strategischer Sicht lassen sich aber nicht outsourcen. Ein Erfolgsfaktor der Zusammenarbeit ist die Transparenz. Das heisst, es wird klar definiert, welcher Leistungsnachweis in Form von Reporting in welcher zeitlichen Periode vom MSSP erbracht wird. Bei der Zusammenarbeit ist auch zu regeln, welche Mitarbeiter welche Art von Aufträgen dem MSSP erteilen können und welche Informationen sie vom MSSP erhalten. Auch die Art der Authentisierung wird genau festgelegt.

Unternehmen können sich dank Managed Security Services auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Qualifizierte Sicherheitsspezialisten überwachen kontinuierlich die Services und reagieren sofort auf neue Angriffstrends.

Fazit

Unternehmen können sich dank Managed Security Services auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und werden dadurch effizienter. Sie erhalten zu definierten Kosten den Zugang zu qualifizierten Sicherheitsspezialisten. Nebst der kontinuierlichen Überwachung der Services übernehmen die Spezialisten auch das Management von Schwachstellen und reagieren sofort auf neue Angriffstrends. Das Unternehmen hat über das Reporting jederzeit die Übersicht über den Status der IT-Sicherheit.

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